Mutter fröhlich mit Kind in den Armen vor Parkkulisse
Junger Mann im Büro, der auf einem Laptop arbeitet.

ELGA stärkt Patientenautonomie und Patientenrechte – vor allem das Recht auf Einsicht in die eigenen Gesundheitsdaten im Sinne der Patientencharta.

Gesundheitsdaten sind sensible Daten, ihrem Schutz wird daher durch technische Maßnahmen und gesetzliche Vorschriften höchste Priorität eingeräumt. ELGA-Gesundheitsdaten wie etwa e-Befunde werden künftig über eine Verlinkung elektronisch im Wege von ELGA zur Verfügung gestellt. Die Original-Befunde bleiben – wie bisher auch – dort gespeichert, wo sie entstanden sind, also beim Arzt, im Krankenhaus oder im Labor.

Die e-Medikationsdaten werden hingegen zentral und verschlüsselt in einer Datenbank beim Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger gespeichert. Für den Abruf der ELGA-Gesundheitsdaten werden höchstmögliche Sicherheitsstandards angewendet. So ist technisch abgesichert, dass nur berechtigte ELGA-Gesundheitsdiensteanbieter während eines aufrechten Behandlungsverhältnisses auf die Daten einer Patientin oder eines Patienten zugreifen können. Der Datentransport erfolgt zudem ausschließlich in verschlüsselter Form und in speziell für das Gesundheitswesen etablierten sicheren Gesundheitsnetzen.

Mehr Sicherheit durch klare Zugriffsregelungen

Im ELGA-Gesetz ist klar geregelt, wer mit ELGA auf Gesundheitsdaten zugreifen darf. Der Zugriff ist damit streng auf jene Ärztinnen und Ärzte oder Gesundheitseinrichtungen beschränkt, die tatsächlich gerade die betreffenden Patientinnen und Patienten behandeln oder betreuen. Bei missbräuchlicher Verwendung von ELGA-Gesundheitsdaten drohen hohe Strafen.

Keinen Zugriff auf ELGA haben:

  • Chefärztinnen und -ärzte der staatlichen Sozialversicherungen
  • Ärztinnen und Ärzte, die für private Versicherungen Untersuchungen durchführen
  • Behörden sowie Amtsärztinnen und Amtsärzte
  • Schulärztinnen und Schulärzte
  • Betriebsärztinnen und Betriebsärzte
  • Stellungsärztinnen und -ärzte des Bundesheeres
  • Gesundheitsdiensteanbieter, deren ELGA-Zugriff von der Patientin bzw. dem Patienten selbst gesperrt wurde