Mutter fröhlich mit Kind in den Armen vor Parkkulisse

Informationen zum e-Impfpass für Bürgerinnen und Bürger

Auf Beschluss der Bundeszielsteuerungskommission wurde die ELGA GmbH mit der Umsetzung der Pilotierung des elektronischen Impfpasses (e-Impfpass) betraut. Neben den bestehenden ELGA-Anwendungen e-Befund und e-Medikation wird nun der e-Impfpass auf Basis der sicheren ELGA-Infrastruktur umgesetzt. 

Rechtliche Grundlage für den e-Impfpass geschaffen

Die gesetzliche Grundlage für die Verarbeitung der Impfdaten ist mit der Novelle des Gesundheitstelematikgesetzes (GTelG) im Herbst 2020 geschaffen worden. Das GTelG regelt u.a. die elektronische Weitergabe von personenbezogenen Gesundheitsdaten, in der Novelle wurden nun die rechtlichen Grundlagen für den elektronischen Impfpass geschaffen. Analog zum Papier-Impfpass erhält jede Bürgerin und jeder Bürger einen e-Impfpass als Gesundheitsvorsorgeinstrument. Eine Abmeldung vom elektronischen Impfpass ist im öffentlichen Interesse an einer vollständigen Dokumentation nicht vorgesehen.

Impfregister als Herzstück des e-Impfpasses

Die Impfdaten werden in einem zentralen österreichischen Impfregister gespeichert. Dies ermöglicht eine vollständige und standardisierte Impfdokumentation. Ein Papier-Impfpass ist naher Zukunft nicht mehr notwendig und kann dann auch nicht mehr verloren gehen. Die im e-Impfpass erfassten Impfungen kann die Bürgerin bzw. der Bürger über das ELGA-Portal (Zugang über www.gesundheit.gv.at mit der Handysignatur) einsehen. Durch das Impfregister können epidemiologische Auswertungen wie beispielsweise zuverlässige Durchimpfungsraten sichergestellt werden. Gerade die Corona-Krise hat gezeigt, wie wichtig das in einer Pandemie ist.

Dokumentation der Corona-Schutzimpfungen

Nach dem erfolgreichen Probelauf des e-Impfpasses im Jahr 2020 erfolgt jetzt die Dokumentation der Corona-Schutzimpfungen im e-Impfpass. Für die Ärzteschaft gibt es unterschiedliche Zugangsmöglichkeiten zum e-Impfpass: Die Landessanitätsdirektionen Wien und Steiermark dokumentieren Impfungen bspw. mittels vollintegrierter Software. Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte mit e-card-Anschluss haben die Möglichkeit Impfungen über das e-card-System zu erfassen. Da jedoch nicht alle impfenden Ärztinnen und Ärzte über einen e-card-Anschluss verfügen, gibt es auch eine österreichweite Erfassung der Impfdaten auf mobilen Geräten  (Tablets).  Auch Arztsoftware-Hersteller arbeiten bereits mit Hochdruck an der Einbindung in die Arztsoftware-Systeme – aktuell sind bereits hunderte Ordinationen auf diese Weise angebunden.

  • Allgemeine Informationen zu den Corona-Schutzimpfungen erhalten Sie hier.
  • Dashboard zur Corona-Schutzimpfung   

Verknüpfung mit nationalem Impfplan im Vollausbau vorgesehen

Durch Verknüpfung mit dem nationalen österreichischen Impfplan, der regelmäßig nach den neuesten Erkenntnissen der Wissenschaft präzisiert und aktualisiert wird, werden dann im Vollbetrieb personalisierte Impfempfehlungen über den e-Impfpass möglich. Das bedeutet noch mehr Service und Komfort für Patientinnen und Patienten und ein Plus an Information für die impfenden Stellen. Die personalisierten Impfempfehlungen werden aber erst in einer zweiten Phase umgesetzt.