Pärchen bedient Laptop mit ELGA-Logo

Wo befindet sich der Zugang zum ELGA-Portal?

Der Zugang erfolgt über das österreichische Gesundheitsportal. Nachdem die Bürgerinnen und Bürger sich elektronisch mittels Handysignatur oder Bürgerkarte ausgewiesen haben, können sie im ELGA-Portal ihre ELGA-Gesundheitsdaten einsehen und managen, ihre ELGA-Teilnahme regeln, die Zugriffsrechte verwalten und im Protokoll nachprüfen, wer wann welche Informationen abgerufen hat. Informationen zu Handysignatur und Bürgerkarte finden Sie hier

Ab wann kann ich das ELGA-Portal nutzen?

Seit dem Start der ersten ELGA-Gesundheitsdiensteanbieter (ELGA-GDA) Ende 2015 können Sie am ELGA-Portal Ihre eigenen, ab diesem Zeitpunkt entstandenen ELGA-Befunde abrufen, wenn Sie bei den teilnehmenden Gesundheitseinrichtungen in Behandlung oder Betreuung waren oder sich z.B. ein verschriebenes Medikament in der Apotheke abgeholt haben. Mit dem Start der e-Medikation wird diese ELGA-Funktion auch im ELGA-Portal nutzbar sein. Zudem besteht die Möglichkeit im Protokoll nachzuvollziehen, wann welche ELGA-Gesundheitsdaten bereitgestellt wurden bzw. wer Ihre Daten aufgerufen hat. Bereits seit Anfang 2014 besteht am ELGA-Portal die Möglichkeit, die ELGA-Teilnehmerrechte auszuüben.

Welche Möglichkeiten bietet das ELGA-Portal den Patientinnen und Patienten?

Bürgerinnen und Bürger, die an ELGA teilnehmen, können in ihrer persönlichen ELGA (Zugang über gesundheit.gv.at mittels Handysignatur oder Bürgerkarte) ihre

  • ELGA-Gesundheitsdaten einsehen, auf ihrem Computer abspeichern bzw. ausdrucken
  • Einsicht ins Protokoll nehmen („Wer hat wann welche Befunde angesehen?“)
  • sehen, welche ELGA-GDA aktuell Zugriff auf die eigenen ELGA-Gesundheitsdaten haben
  • e-Befunde oder e-Medikamentenliste sperren bzw. entsperren
  • die aktuell gültigen Zugriffsberechtigungen der eigenen ELGA-GDA verlängern bzw. verkürzen sowie
  • einzelne ELGA-GDA vom Zugriff ausschließen

Was sind die Vorteile der e-Befunde?

iPad mit Befunden

ELGA-Befunde werden zukünftig in einem neuen digitalen Format – „Clinical Document Architecture“ (CDA) – dargestellt, das viel mehr kann als etwa Papier oder PDF. Auch das Lesen der Befunde am Computer wird für Patientinnen bzw. Patienten und Ärztinnen bzw. Ärzte zukünftig erleichtert: Überdies sind ELGA-Befunde für die Computer-Darstellung und den Ausdruck optimiert: wichtige Informationen werden hervorgehoben, die Orientierung im Text wird durch Vereinheitlichung von Aufbau und Layout verbessert. Die standardisierten und nutzerfreundlichen ELGA-Befunde erleichtern das rasche Erfassen der relevanten Inhalte und reduzieren so die Fehlerquellen. Die ersten Befunde, die in diesem neuen Format über das ELGA-Portal einsehbar sein werden, sind Entlassungsbriefe aus dem Spital (ärztlich und pflegerisch), Laborbefunde und Radiologiebefunde.

Was ist e-Medikation?

In dieses Arzneimittelkonto tragen sowohl die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt als auch Apotheken verordnete bzw. wechselwirkungsrelevante, nicht-rezeptpflichtige Arzneimittel ein. Diese Daten werden zentral in einer Datenbank gespeichert, die im Verantwortungsbereich des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger liegt.

Finden Sie hier Antworten auf die wichtigsten Fragen zur e-Medikation.

Wofür ist die e-Medikation erforderlich?

Durch die e-Medikation wissen die verschreibenden Ärztinnen und Ärzte, welche Medikamente den Patientinnen und Patienten von anderen ELGA-Gesundheitsdiensteanbietern verschrieben bzw. von Apotheken abgegeben wurden. Damit können diese auf unerwünschte Wechselwirkungen überprüft und auch unnötige Doppelverschreibungen vermieden werden.

Der Nutzen von e-Medikation wurde 2010 von einem Projektteam am Zentrum für Medizinische Statistik, Informatik und Intelligente Systeme der Medizinischen Universität Wien in Zusammenarbeit mit dem Institut für Medizinische Informatik an der Privaten Universität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik (UMIT) Hall/Tirol wissenschaftlich evaluiert. Mehr Informationen erhalten Sie hier in der Langfassung oder der Management Summary des Pilotprojekts.

Kann ich den Zugriff durch ELGA-GDA auf meine ELGA-Gesundheitsdaten steuern?

Ja. Ich habe die Möglichkeit, den Zugriff auf die eigenen ELGA-Gesundheitsdaten für einen ELGA-Gesundheitsdiensteanbieter (ELGA-GDA) zu sperren. Dies bezieht sich jeweils auf den ELGA-GDA als gesamte Organisation. Es ist nicht möglich, selektiv einzelne angestellte Ärztinnen und Ärzte beispielsweise einer Ordination oder eines Krankenhauses zu sperren. 

Kann ich die Dauer der Zugriffsberechtigung durch den ELGA-GDA steuern?

Laptop mit geöffneten ELGA-Logo

Ja. Es ist möglich, die Dauer der Zugriffsberechtigung zu verlängern oder zu verkürzen. Siehe auch: "Wie lange haben Berechtigte Zugriff auf meine Daten – warum länger als mein Besuch dauert?"

Muss ein ELGA-GDA auf die ELGA-Gesundheitsdaten zugreifen?

Die Entscheidung, ob ein ELGA-Gsundheitsdiensteanbieter (ELGA-GDA) im Behandlungs- oder Betreuungsfall die ELGA-Gesundheitsdaten der Patientinnen und Patienten aufruft bzw. in die ELGA-Gesundheitsdaten der Patientinnen und Patienten Einsicht nimmt oder nicht, obliegt seiner fachlichen Entscheidung. An der bestehenden Rechtslage (erhöhte Sorgfaltspflicht der Ärzteschaft) ändert sich durch ELGA nichts.

Kann ich einzelne ELGA-Befunde sperren?

Ja. ELGA-Befunde können jederzeit gesperrt und wieder entsperrt werden. Diese sind danach ausschließlich von Ihnen selbst einsehbar. Für Ihren behandelnden bzw. betreuenden ELGA-GDA sind gesperrte ELGA-Befunde während einer Patientenbehandlung unsichtbar. Sie bleiben es solange, bis Sie sie wieder am ELGA-Portal entsperren.

ELGA-GDA erhalten nur Einsicht in die ELGA-Gesundheitsdaten von Patientinnen und Patienten, wenn ein aufrechtes Behandlungs- oder Betreuungsverhältnis vorliegt. Dieses entsteht im kassenärztlichen Bereich durch das Stecken der e-card und der Admin-Karte und im stationären Bereich durch das Event der technischen Aufnahme.

Werden meine älteren Befunde über ELGA verfügbar gemacht?

Nein. Ihre ELGA-Gesundheitsdaten werden erst ab dem Zeitpunkt, ab dem ein ELGA-GDA mit ELGA arbeitet und Sie dort in Behandlung bzw. Betreuung waren, erfasst. Auch für den Zeitraum einer ELGA-Abmeldung besteht kein Rechtsanspruch auf eine nachträgliche Aufnahme. Ältere Gesundheitsdaten, die vor dem ELGA-Start entstanden sind, werden nicht nachgetragen und sind somit nicht in Ihrer ELGA abrufbar. Alle neuen e-Befunde müssen für den Abruf über ELGA in einem neuen Format („Clinical Document Architecture“, CDA) bereitgestellt werden.

Ist das ELGA-Portal barrierefrei?

Das ELGA-Portal ist im Einklang mit internationalen Standards barrierefrei gestaltet.

Ist das ELGA-Portal in mehreren Sprachen verfügbar?

Zu Beginn wird das ELGA-Portal ausschließlich auf Deutsch verfügbar sein. In Zukunft soll es auch in mehreren Sprachen zur Verfügung stehen.